Respekt
Respekt, aus dem lateinischen respectus, gleichbedeutend, zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung. (Wikipedia)
Respekt bedeutet Ehrerbietung, oder Wertschätzung und scheint mir aus der Mode gekommen zu sein. Wertschätzung bedeutet bewusst leben und ein volles Bewusstsein ist es, welches unser Leben zur Vollkommenheit erblühen lässt, das sollte keine Modeerscheinung sein. Nur ist der Mensch so gut im Vergessen…
Respekt wird oft verwechselt, z.B. mit Ehrfurcht, allerdings ist hier nicht Respekt gemeint, sondern wie das Wort schon sagt, geht es hierbei um Angst. Respekt aber baut auf gewaltfreie Gleichberechtigung, gegenüber Allem zu jeder Zeit.
Eine zweite Verwechslung des Begriffes Respekt ist der “Respekt” den ein Lehrer oder Chef einfordert, hier ist aber Gehorsam gemeint.
Warum ist es so wichtig, Respekt zu haben?
Respekt ist die Grundlage für Liebe und Schönheit und ein gesundes Zusammensein aller Menschen und Lebewesen unseres Planeten.
Respektlosigkeit ist die Grundlage für die Zerstörung unseres Planeten und auch der Nährboden für Krieg und Gewalttätigkeiten aller Art. Respektlosigkeit gegenüber unserer Nahrung, gegenüber Tieren und Pflanzen, zeugt gleichzeitig von fehlender Liebe gegenüber dem Wunder des Lebens und damit auch gegenüber unseres eigenen Körpers.
Respekt zu haben ist nicht immer leicht und ist eine Form von Stärke, die nicht unbedingt angeboren ist, sondern erlernt werden muss. In jeder Region und Religion geschieht das auf unterschiedliche Weise. Gesunder Respekt sollte auf jeden Fall Gleichberechtigung beinhalten, dem Gegenüber Raum lassen und gewaltfrei sein.
Wie nun übe ich mich in Respekt?
Wie alles, so fängt auch Respekt bei uns selbst an. Ehren wir uns Selbst, pflegen wir unseren Körper, lieben wir uns selbst und wir können Gleiches auch anderen zuteil werden lassen.
Eine Übung für das Erlernen von Respekt wäre z.B. ein Gebet. Es muss nicht unbedingt zu Gott gebetet werden, aber Gott und Götter waren schon immer gut, um zu fokusieren. Sehen wir das Gebet lieber als Ritual, und Rituale tragen auch an dieser Stelle dazu bei, eben nicht zu Vergessen. Es sind Erinnerungsstützen, welche durch regelmäßiges Wiederholen erinnern. Regelmäßig ist z.B. Morgens und Abends oder auch vor dem Essen:
Dankesgebet am Morgen oder Abend,
z.B. an Mutter, Erde, dass sie uns mit allem Nötigen zum Leben versorgt, dass sie uns am Leben erhält, dass sie uns das Leben gab. Dank an den Vater, Himmel, dass er von Außen kam und uns die Ziele bringt, den Ehrgeiz.
Dankesgebet vor dem Essen.
Bedanke dich bei den Lebewesen, die ihr Leben dafür gaben, dich zu ernähren. Auch wir werden irgendwann dem Kreislauf angehören und unsere Materie wird andere Lebewesen nähren.
Im Allgemeinen: habe Respekt vor deinen Mitmenschen, sieh ihre Vergangenheit, sie ihre Zeit auf Erden, erfreue dich an ihrem Leben. Hilf ihnen! Respekt hat auch etwas mit Verantwortung zu tun und Toleranz. Üben wir uns darin!
(A.V.)
weiterführende Links:
http://www.abendblatt.de/vermischtes/journal/thema/article910740/Respekt-ist-das-soziale-Schmiermittel-der-Gesellschaft.html
Beitrag vom 22. Januar 2010 um 17:01
Vollkommen ist dein Leben, wenn du dich wohl fühlst, zufrieden bist, dich erfüllt fühlst. Insofern ist es etwas individuelles, welches sicherlich Parallelen zu deinen Mitmenschen, deiner Gesellschaft aufweist.
Und ja ich finde schon, dass das ein Ziel ist, wonach es sich lohnt jeden Tag zu streben und zu suchen, Vollkommenheit. Es ist auch natürlich und passiert meiner Meinung nach automatisch. Du willst dich gut fühlen. Insofern ist es kein MUSS danach zu streben, aber es gibt viele Methoden dorthin zu gelangen.
Eine davon ist, bewusst zu leben, das Bewusstsein zu schulen, den Körper, den Geist. Einfaches Beispiel hierbei, meist fühlt man sich wohl, nachdem man Sport gemacht hat. Du spürst deinen Körper. Es ist eine Art des vollen Bewusstseins. Genauso fühlst du dich gut, wenn du an einer geistigen Aufgabe arbeitest und sie nach all der Mühe erfolgreich löst. Oder wenn du einfach nur in der Natur bist und dich entspannst, auch hier ist es eine Sache von Angestrengung und anschließender Entspannung. Und beides Bewusst zu erleben, das Leben bewusst und selbstbestimmt zu leben ist es, was uns aus der Opferrolle, aus der Passivität herausbringt und in die Bewusstheit der Aktivität führt. Nur du bist für dein Leben und deinen Weg verantwortlich!
(A.V.)
Beitrag vom 24. Januar 2010 um 12:01
Ja, stimme dir zu. Hab nur ein Problem mit dem Wort Vollkommenheit. Sich wohl fühlen, zufrieden sein und sich erfüllt fühlen sind wichtige Elemente eines emotionalen Lebensgerüsts. Klar. Doch ein Wort wie “Vollkommenheit” bildet auf Grund der Elemente, die dieses Wort umschreiben einen Prototypenbegriff, der am Ende eine gewisses Etwas ab- und eine Menge X ausschließt. Nach Vollkommenheit kommt nichts mehr. Vollkommenheit zieht Grenzen. Niemand kann Vollkommenheit kennen, weil niemand alles nur erdenkliche auf der Welt reflektiert hat. Also im Grunde meinen wir ja dasselbe – nur dass ich immer und überall vom Leben als work in progress sprechen würde.
Bewusstsein ist gut – wir finden es wichtig – versuchen es auszubauen – doch ich kann nicht mit letzter Gewißheit sagen, dass es auch für alle anderen das ultimative ist.
Beitrag vom 3. Januar 2010 um 20:16
Ich hätte eine Ergänzung und eine Anmerkung zum Thema “Respekt” zu machen. Widersprüchlich ist ja, dass Respekt gleichermaßen allen Menschen zuteil werden muss. Egal ob “fauler” Hartz IV-er oder “raffgieriger” Manager. Grundlegenden Respekt haben sie alle verdient. Und Meinungsverschiedenheiten, abweichende Ideologien oder Perspektivenunterschiede dürfen NIE zum Verlust des grundlegenden Respekts führen. Respekt muss sich niemand verdienen – er begründet sich durch die “Existenz” – alles andere ist m.E. nur das Sahnehäubchen – Ehre, Bewunderung, Liebe, Freundschaft und so weiter… Respekt ist die Basis
Die Anmerkung betrifft die Wendung “Vollkommenheit des Lebens” – ich denke, niemand kann mir persönlich aufzeigen, inwieweit ich mein Leben “vollkommen” machen könnte. Woher weiß derjenige das? Gibt es Vollkommenheit überhaupt? Hat nicht jeder andere Vorstellungen von Vollkommenheit? Und muss jemand, der nicht vollkommen ist, gen Vollkommenheit streben und schweben? schwieriger Begriff jedenfalls
Sinnspruch:
Intolerant ist derjenige, der gegenüber Intoleranten intolerant ist.