Beitrag vom 2. Februar 2010Keine Kommentare
Satisfaction! ROLLING STONES sind keine Angestellten


Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat nunmehr entschieden (Az.: 9 KR 142/03), dass die ROLLING STONES Künstler und keine Angestellten sind. Satisfaction! Eine Tourneeveranstalterin hatte gegen die Künstlersozialabgabe von 320.000 € geklagt, woraus sich leicht der Honorarsatz für die Musikgruppe von an die 73.000.000 € errechnen lässt. Satisfaction! Ob das dem Datenschutz bzw. dem Steuerrecht entspricht, können wir nicht beurteilen: Wir haben die Info aus der frei zugänglichen Presse. Satisfaction!
Die gleiche Erfahrung musste schon der Privatsender RTL machen. Einem Urteil eines Kölner Sozialgerichts zufolge sind die Menschen verachtenden Sprüche eines Dieter Bohlen in „Deutschland sucht den Superstar“ „Kunst“, auf die der Sender deswegen die Künstlersozialabgabe zu zahlen habe. Wir haben damals errechnet, dass es sich bei Bohlen um Honorare von ca. 16 Mio. Euro gehandelt haben muss.
Dem Gericht zufolge schreibt dass Gesetz, womit es richtig liegt, vor, dass die KSK nicht zu bewerten hat, welche „Höhe“ die Kunst Bohlens habe, sprich: welche Qualität. Warum sie dann bei weniger bekannten KünstlerInnen die Kreativitätskriterien allerdings sehr viel penibler, also höher, also härter anlegt, bleibt wohl das Geheimnis des jeweiligen Bundesfinanzministers …
Immerhin: In diesen beiden Fällen trifft’s keine wirklich Armen. Satisfaction!

Stefan Lotz/Gerd Hunger
Spott e.V.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben
XHTML: Du kannst diese Hervorhebungen verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>