Beitrag vom 11. April 2010Keine Kommentare
Bei uns undenkbar!

Am heutigen Sonntag wird in Ungarn gewählt. Mit besorgtem Blick schaut Europa auf diese Wahl. Wie stark wird Jobbik abschneiden? Jobbik, eine Partei, die bereits als Wiege des neuen ungarischen Faschismus betitelt wurde. Ihre Chancen stehen gut. Sie haben die Angst vor Juden und vor allem vor Zigeunern, wie sie sie nennen, geschürt und sprechen das wütende Volk an, welches ferner die Korruption und die schlechte wirtschaftliche Lage überwinden will.

In vielen Ländern Europas haben konservative und nationalistische Parteien, mal mehr mal weniger an der Rechten fischend, sogar Regierungsbeteiligungen. Regelmäßig erscheinen Berichte über Fremdenfeindlichkeit in Italien, den Niederlanden oder in der Schweiz. Auch über Dänemark und Russland wird berichtet. In Russland werden immer wieder Menschen auf offener Straße totgeschlagen. Sie waren halt keine reinen Russen. Und Polen und die Homosexualität ist ein Thema für sich.

Zum Glück könnte ähnliches bei uns nicht passieren! Zwar wird die CDU nie die erste Wahl für einen schwulen Nigerianer sein, der seinen Partner heiraten will und vielleicht noch einen Kinderwunsch äußert. Aber im Gegensatz zu den anderen europäischen Staaten haben wir ganz wesentlich von/aus der Geschichte gelernt. Die Abermillionen Opfer des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs sind der deutschen Bevölkerung immer noch Mahnung genug. Und selbst die Bayern sind schon viel offener geworden, wie die Stimmen aus dem Volk zum Missbrauchsskandal der Kirche in den letzten Wochen gezeigt haben.

Die Mehrheit des Volkes hält, gemeinsam mit dem Staat, die Rechtsextremen in Schach, so dass sie selbst in so genannten strukturschwachen Regionen keinen Fuß auf den Boden bekommen. Ihre Wahlergebnisse sind zu vernachlässigen. Und die wenigen Landtags- und Kreistagsmandate für die NPD sind unwichtig. Die Diskussionen über das gesellschaftliche Miteinander zu den Themen Integration und Menschlichkeit werden von allen Seiten rein sachlich diskutiert. Deutschland möchte bunt und vielfältig sein. Offen, herzlich und auch weiterhin so schön menschlich.

Da soziale Gerechtigkeit bei uns groß geschrieben wird und alle Menschen gleichberechtigt an der Zukunft des Landes mitwirken, wird uns eine ähnliche Zukunft (wie in anderen europäischen Ländern) erspart bleiben. Und mit den wenigen jährlichen Menschenjagden auf deutschen Straßen werden wir auch noch fertig. Ab und zu weitere „Silvio Meier“ oder „Amadeu Antonio Kiowa“ fallen da nicht weiter ins Gewicht.

Zum Glück ist die Bevölkerung in Deutschland weitgehend resistent gegen Populismus jedweder Couleur und lässt sich so schnell nichts vormachen, so dass Protestwahlen in Richtung links oder rechts kaum denkbar sind. Die gleichbleibend hohe Wahlbeteiligung spiegelt wider, wie politisch wir Deutsche immer noch sind.

Wir sind gerüstet für die Zukunft!

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http://www.welt.de/politik/ausland/article7127480/Was-ist-bloss-mit-den-Ungarn-los.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus_in_Deutschland#Statistik_.28Kategorien_und_Zahlen.29

http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus

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