Beitrag vom 11. Januar 2009Keine Kommentare
Kreuzburg Audiostream 02/09

(KW 02 2009) – Titel:  Roter Robert

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Dies ist die Stimmer Kreuzburg

-RoterRobert-

Robert und die Frauen, Robert und die Frauen.

Wer ist Robert?

Robert ist Student und Robert macht was in den Medien und Robert versteht die Frauen nicht. Robert, niemand versteht die Frauen. Deswegen sind die Frauen der Schlüssel zur Revolution. Wenn Robert und die Frauen das Thema sind, muss Robert heute herhalten, für uns alle, für euch alle. Robert, was möchtest du denn von den Frauen? Möchtest du eine heiraten und für sie ein Haus bauen oder möchtest du sie begatten oder beides?

Alexander Baader sagt dazu :Schießen und Ficken ist dasselbe!

Koslowski wo hast du das denn schon wieder her?

Ausn Kino.

Ach ja. Also der Mann und die Frau, Robert und die Studentin, die Freie Universität, Freiheit. Im Grunde genommen ist das, was du von den Frauen willst, in den ersten sechs Jahren Deines Lebens von der bürgerlichen Gesellschaft als Matrix in deinen Kopf eingebrannt worden und dort bleibt es. Das ist das System mit dem dein Hirn alles abgleicht, auch die Frauen. Das ist das System, von dem Du und das Ich und wir alle denken, dass es der natürliche Zustand einer Gesellschaft ist, aber dem ist nicht so. Es ist nur eine von vielen Möglichkeiten, deswegen ist der Staat immer ein Schweinesystem.

Das hab ich auch im Kino gesehen, dieses Wort.

Ist ja auch nichts neues und völlig egal, ob es gut oder schlecht ist, weg von der Wertung! Es gab es schon immer und es wird es auch immer geben, die Frage ist doch, Robert, was machen du und die Frauen daraus. Revolution ist immer auch sexuelle Befreiung. Rot ist die Farbe, Liebe, Blut. Revolution. Rot.

Also raus Roter Robert. Der erste Schritt ist es eine Altbatterie in den Hausmüll zu werfen und dann schnappst du dir zwei drei Studentinnen und ihr reißt zusammen Werbeplakate in der Universität ab. Dann kommt das Adrenalin, und dann wird alles ganz einfach, selbstverständlich. Wer hat die Plakate dort aufgehangen? Wer gab ihm das Recht dazu Werbung aufzuhängen? Wem gehört die Universität eigentlich und wem gehört folglich die Bildung?

Aha. Also Runterreißen das ganze und dann werden die Studentinnen merken, dass es etwas viel lebendigeres und wahrhafteres gibt, als Milchkaffe im Schagall zu trinken.

Deswegen Robert folgende These: Noch nie hatten Menschen soviel Angst gemessen daran, wie wenig sie aufs Spiel setzen mussten, um zu handeln. Deswegen ist es die oberste Aufgabe des Revolutionärs, Roter Robert, diese Angst zu bekämpfen, damit diese unsere Demokratie nicht vollends im Latte macchiato verschwindet. Denn Aktiv sein heißt etwas zu riskieren, Passiv bleiben bedeutet Angst zu haben. Deshalb auf ein Neues und immer wieder: Angst sollte man doch so oder so, vor nichts und niemandem haben, Robert, außer vielleicht vor Frauen.

Die Kreuzburg – jeden Sonntag auf Radio Fritz bei KenFM – www.kenfm.de

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