Beitrag vom 1. Dezember 20083 Kommentare
Bewusstsein No.1

Oft erscheint mir Bewusstsein der zentrale Bestandteil des Lebens zu sein. Bewusstsein ist ein zweischneidiges Schwert. Wer bewusst und offen lebt, macht sich leicht angreifbar. Jede Person zeigt sich jedem so wie er ist. Ohne Getue und ohne Show. Und wer ist schon perfekt? Mit der Offenbarung von persönlichen Eigenheiten oder Macken ist man der Häme oder dem Spott von anderen ausgesetzt. Auf der anderen Seite lebt es sich durchaus entspannter und freier mit einem Bewusstsein. Mit den Beiträgen dieser Reihe möchte ich verdeutlichen, welche Vorteile und vor allem Effekte ein bewusstes Leben mit sich bringen kann. Dabei möchte ich versuchen frei von Plattitüden und auch ohne Moral-Keule dem geneigten Leser unterschiedliche Episoden zu beschreiben.

Eines Abends saß ich in kleiner Runde zusammen. Bei einem Glas Wein diskutiert, philosophiert oder lacht es sich am besten. Wie so weit verbreitet, war die Küche der Ort des Geschehens. Als ich mich kurz einmal auf die Toilette abmeldete fiel mein Blick in das Wohnzimmer. Durch die Fenster fiel dieser charmante Lichtschein des nächtlichen Berlins. Ein diffuses, fast gelbes Licht und wunderbar gespenstisch wirkende Schatten-Silhouetten der Baumwipfel auf der Zimmerwand. Als ich beim Vorbeigehen kurz in das Wohnzimmer hineinblickte erwartete ich ein ähnliches Bild. Aber weit gefehlt. Denn im Wohnzimmer war eine Nachttischleuchte eingeschaltet. Niemand war im Raum. Aber diese Lampe leuchtete.

Ich schaltete diese aus und ging zurück in die Küche. Ich sagte den Wohnungsmietern, dass ich das Licht gelöscht habe, weil ja niemand im Raum gewesen wäre. Die Dame des Hauses antwortete: “Oh danke, aber ist nicht schlimm, die haben wir immer abends die ganze Zeit an.” Auf meinen Einwand, dass ja niemand im Raum gewesen wäre antwortete sie nur: “Ja, ist ja nur ne kleine Lampe und die frisst nicht so viel Strom.” Im weiteren Verlauf des Abends entwickelte sich ein interessantes Gespräch über Ökostrom und persönliches Bewusstsein. Worin besteht der Sinn eine Lampe zu betreiben wenn niemand ihr Leuchten benötigt? Es gibt keinen. Mir wurde gesagt, dass Ökostrom bei der Finanzlage des Pärchens nicht finanzierbar sei. Die Kilowattstunde Energie koste einfach mehr. Je länger das Gespräch andauerte, desto offener wurden die beiden jedoch. Sie dachten wirklich einmal über die Thematik nach. Nehmen wir ein Beispiel. Bei gleichbleibendem Verbrauch und ohne die “Köder”-Angebote der Energiekonzerne lägen die Mehrkosten für Strom, bezogen von einem führenden Öko-Strom-Anbieter, bei etwa 60€. Macht monatlich 5€. Und das durch 2 dividiert macht ganze 2,50 € pro Person und Monat. Und ist der Preis nun ein Argument? Niemand kann wahrlich davon sprechen, dass Ökostrom unerschwinglich wäre. Und sollte nicht ein jeder mit einem Lächeln den Vertrag bei einem Anbieter unterschreiben, wenn er dadurch von durchschnittlich 541g CO2-Emission pro Kilowattstunde auf 0,00 fällt? Und bei dieser Rechnung machte es bei dem Pärchen “klick”. 50€ mehr im Jahr für fast 1000kg weniger CO2-Emmissionen ist keine Rechnung, die jemand in Frage stellen dürfte oder überhaupt kann. Anschließend gingen wir auf Entdeckungstour durch die Wohnung. Einsparungspotential finden. Und dabei bin ich nicht einmal ein Energieberater, sondern nur ein interessierter und bewusster junger Mann. Und das befreundete Pärchen sog die Informationen wie ein Schwamm auf. Es gibt unzählige Tipps. Von der Waschmaschine über den Geschirrspüler bis hin zu Energiesparlampen. Man kann die Restwärme der Kochfelder nutzen. Und unzähliges mehr. So sollte auch schon der Wechsel zum Ökostrom fast eingespart sein. Seit diesem Abend ist einige Zeit vergangen. Das Pärchen hat sich informiert und seinen Stromanbieter gewechselt. Sie haben Energiesparlampen besorgt, Steckdosenverteiler mit Schalter und gehen viel bewusster mit dem Thema Energie um. Und weil ihnen dieses Bewusstsein auch zu einem größeren Selbstbewusstsein verholfen hat, “missionieren” die beiden seither fleissig die Familien, Freunde und Bekannte. Manchmal sind Menschen ignorant gegenüber wichtigen Themen. Manchmal haben sie einfach nicht genügend Informationen. Und manchmal genügt ein einziger Abend und ein schönes Gespräch um die Welt ein klein wenig besser zu machen.

(C.M.)

Eines Abends saß ich in kleiner Runde zusammen. Bei einem Glas Wein diskutiert, philosophiert oder lacht es sich am besten. Wie so weit verbreitet, war die Küche der Ort des Geschehens. Als ich mich kurz einmal auf die Toilette abmeldete fiel mein Blick in das Wohnzimmer. Durch die Fenster fiel dieser charmante Lichtschein des nächtlichen Berlins. Ein diffuses, fast gelbes Licht und wunderbar gespenstisch wirkende Schatten-Silhouetten der Baumwipfel auf der Zimmerwand. Als ich beim Vorbeigehen kurz in das Wohnzimmer hineinblickte erwartete ich ein ähnliches Bild. Aber weit gefehlt. Denn im Wohnzimmer war eine Nachttischleuchte eingeschaltet. Niemand war im Raum. Aber diese Lampe leuchtete.

Ich schaltete diese aus und ging zurück in die Küche. Ich sagte den Wohnungsmietern, dass ich das Licht gelöscht habe, weil ja niemand im Raum gewesen wäre. Die Dame des Hauses antwortete: „Oh danke, aber ist nicht schlimm, die haben wir immer abends die ganze Zeit an.“ Auf meinen Einwand, dass ja niemand im Raum gewesen wäre antwortete sie nur: „Ja, ist ja nur ne kleine Lampe und die frisst nicht so viel Strom.“ Im weiteren Verlauf des Abends entwickelte sich ein interessantes Gespräch über Ökostrom und persönliches Bewusstsein. Worin besteht der Sinn eine Lampe zu betreiben wenn niemand ihr Leuchten benötigt? Es gibt keinen. Mir wurde gesagt, dass Ökostrom bei der Finanzlage des Pärchens nicht finanzierbar sei. Die Kilowattstunde Energie koste einfach mehr. Je länger das Gespräch andauerte, desto offener wurden die beiden jedoch. Sie dachten wirklich einmal über die Thematik nach. Nehmen wir ein Beispiel. Bei gleichbleibendem Verbrauch und ohne die „Köder“-Angebote der Energiekonzerne lägen die Mehrkosten für Strom, bezogen von einem führenden Öko-Strom-Anbieter, bei etwa 60€. Macht monatlich 5€. Und das durch 2 dividiert macht ganze 2,50 € pro Person und Monat. Und ist der Preis nun ein Argument? Niemand kann wahrlich davon sprechen, dass Ökostrom unerschwinglich wäre. Und sollte nicht ein jeder mit einem Lächeln den Vertrag bei einem Anbieter unterschreiben, wenn er dadurch von durchschnittlich 541g CO2-Emission pro Kilowattstunde auf 0,00 fällt? Und bei dieser Rechnung machte es bei dem Pärchen „klick“. 50€ mehr im Jahr für fast 1000kg weniger CO2-Emmissionen ist keine Rechnung, die jemand in Frage stellen dürfte oder überhaupt kann. Anschließend gingen wir auf Entdeckungstour durch die Wohnung. Einsparungspotential finden. Und dabei bin ich nicht einmal ein Energieberater, sondern nur ein interessierter und bewusster junger Mann. Und das befreundete Pärchen sog die Informationen wie ein Schwamm auf. Es gibt unzählige Tipps. Von der Waschmaschine über den Geschirrspüler bis hin zu Energiesparlampen. Man kann die Restwärme der Kochfelder nutzen. Und unzähliges mehr. So sollte auch schon der Wechsel zum Ökostrom fast eingespart sein. Seit diesem Abend ist einige Zeit vergangen. Das Pärchen hat sich informiert und seinen Stromanbieter gewechselt. Sie haben Energiesparlampen besorgt, Steckdosenverteiler mit Schalter und gehen viel bewusster mit dem Thema Energie um. Und weil ihnen dieses Bewusstsein auch zu einem größeren Selbstbewusstsein verholfen hat, „missionieren“ die beiden seither fleissig die Familien, Freunde und Bekannte. Manchmal sind Menschen ignorant gegenüber wichtigen Themen. Manchmal haben sie einfach nicht genügend Informationen. Und manchmal genügt ein einziger Abend und ein schönes Gespräch um die Welt ein klein wenig besser zu machen.

(C.M.)

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