Beitrag vom 26. November 2008Keine Kommentare
Ärzte als Henker?

In den USA warten 3263 Menschen auf ihre Hinrichtung. Die am meisten verwendete Methode ist dabei die Exekution durch die Giftspritze.
Dabei wird den Delinquenten über einen venösen Zugang ein Medikamentencocktail verabreicht – aus einem Betäubungsmittel, Pancuronium (einem Medikament, das zur Lähmung der Muskulatur führt, aber nicht betäubend oder schmerzstillend wirkt) und Kaliumchlorid, das letztlich den Herzstillstand zur Folge hat.
Meist geschieht die Medikamentengabe durch „Hinrichtungsassistenten“. Allerdings fehlt ihnen oft die Erfahrung mit Medikamten und Dosierungen – und ist zum Beispiel das Betäubungsmittel zu niedrig dosiert, erstickt der Mensch durch das Pancuronium bei vollem Bewusstsein, allerdings ohne sich bewegen zu können.
Laut amnesty international sind bei den Hinrichtungen zunehmend auch Ärzte anwesend und mehr oder weniger aktiv an den Hinrichtungen beteiligt.
Viele der Ärzte halten sich für Garanten für eine humane Exekution.
Ganz unabhängig von der Frage wie human Hinrichtungen sind – wie war das noch mit dem hippokratischen Eid? „Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde“?

(L.B.)

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