Beitrag vom 4. Dezember 20082 Kommentare
Bewusstsein No.2

Kinder sind Kinder. Ein unvergleichlich wertvolles Gut auf dieser Erde. Sie auf ihrem Weg zu begleiten, bedeutet gleichermaßen ein enormes Maß an Verantwortung und fordert bedingungslose Einsatzbereitschaft. Eigentlich bedürften wir keiner Katia Saalfrank um uns, der Gesellschaft, via Fernsehen vor Augen zu führen, wie es in vielen Wohnungen oder Häusern zugeht. Oder doch?

Es soll an dieser Stelle darauf verwiesen werden, dass im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Artikel 6 Paragraph 2 folgendes steht:

Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Weiter heisst es im SGB § 1631:

(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

Über einzelne Fragen der Kindererziehung lassen sich Diskussionen führen. Aber es kann und darf keine Diskussionen über die Rechtmäßigkeit körperlicher „Züchtigung“ oder seelischer Grausamkeit geben. Niemals! Uns als Gemeinschaft obliegt die Verantwortung den Kindern beizustehen. Ob es unser eigener Nachwuchs ist oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Aus eigener Erfahrung kenne ich viele Formen der gedankenlosen Machtausübung von Eltern und Erwachsenen. Und meiner Meinung nach ist es lediglich pures Glück, dass mich die Prügel und emotionalen Quälereien der Großen einzig meine unbeschwerte Kindheit und nicht mehr gekostet haben.

Bereits früh war mir klar, dass ich sofort einschreiten würde, wenn jemand Kinder schlägt. Direkt intervenieren und notfalls auch mein Recht als Bürger einfordern, dass sich die jeweiligen Institutionen dem Fall annehmen. Ein Gespräch mit einer Freundin hat mich noch weiter sensibilisiert. Mir die Augen noch weiter geöffnet.

„Schau mal, es ist ungefähr so, als wenn sich eine 5 Meter große Person über Dich beugt, von oben herab sieht, und zu Dir sagt, dass Du gefälligst jetzt ruhig zu sein hast, weil sonst die Person Dich nicht mehr lieb haben würde. Würdest Du als Kind in dieser Situation dem Argument folgen und ruhig sein oder einfach weil Du Angst hast? Und das ist schon nicht richtig! Man erpresst die Kinder. Vielen ist das gar nicht bewusst. Sie unterschätzen die Gefahr und bagatellisieren, dass sie ihre Macht auf Kosten ihrer Kinder ausnutzen. Daher reicht es einfach nicht, wenn nur eingeschritten wird, wenn Kinder verprügelt werden!“

Tief in mir wusste ich damals, dass ich dies ähnlich gesehen habe. Jedoch einfach aus Furcht mich in „private“ Dinge Fremder einzumischen, nichts gegen Gewalt durch Worte unternommen hätte. Es machte Klick und ich wurde mir meiner ganzen Verantwortung bewusst. Einer Verantwortung, die mich verpflichtet mit Eltern zu sprechen. Kinder zu schützen. Es geht jeden an. Mischt Euch ein und helft den Kindern, helft den Eltern.

Ich bin mir bewusst, dass dieses Thema ungemein umfangreich ist. Informiert Euch über Experten oder Initiativen über die möglichen Folgen der Misshandlungen an Kindern. Ein häufig angewendeter Slogan lautet: „Die Kinder sind unsere Zukunft“. Ja, das sind sie. Und zwar jedes Einzelne. Ohne Ausnahme. Weltweit. Schenkt ihnen Eure Aufmerksamkeit und reicht allen Wehrlosen bitte immer Eure helfenden Hände.

Danke!

(C.M.)

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