Beitrag vom 20. September 2009Keine Kommentare
Na dann ist ja alles klar, oder!?

Im Dezember diesen Jahres läutet die internationale Gemeinschaft erneut eine Konferenz zum Klimawandel ein. Die „United Nations Climate Change Conference “ findet in Copenhagen statt und trägt den schmissigen Namen „COP15„.  Unlängst forderte unsere Umwelt-Angie weitere Maßnahmen. Wie wir wissen, zeichnet sich die CDU schon seit Jahren als grünste aller Parteien aus. Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke ist bestimmt auch umweltpolitisch  irgendwo richtig und wir, Volk und Bürger, verstehen es nur nicht. Unterstützung erhält unsere Wald- und Wiesenkanzlerin, die, wie wir aus dem Boulevard wissen, gern in der Natur ausspannt, von den Initiatoren und Zeichnern des „Copenhagen Communiqué“. Mittlerweile unterzeichneten mehr als 600 Unternehmen dieses Papier. Den Wortlaut gibt es hier.

Reduzierung der Treibhausgase. Klimatische Rettung der Welt. Liest sich schon nicht schlecht. Und wenn das Unternehmen zeichnen, dann könnten sie darauf ja festgenagelt werden. Nicht schlecht, in Zeiten, in denen viele Firmen gern stellvertretend für andere als Dämonen bezeichnet werden. Wirtschaftskrise ist ja noch in vollem Gange. Gleichermaßen interessant gestaltet sich die Unterzeichnerliste .

Air France zum Beispiel. Es gibt mit Sicherheit viel Potential im Flugverkehr, diesen umweltschonender zu gestalten. Dass er grün wird, davon ist aber wohl nicht auszugehen. BASF? BP? EON? Und so weiter – und so fort. Nun, ich würde nicht pauschal davon ausgehen, dass das jeweilige Engagement lediglich initiiert wurde, um den Abteilungen „Public Relations“ in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein Argumente für Saubermann-Image-Kampagnen zu liefern. Verminderung der Treibhausgase aus Eigennutz zu fordern, ist immer noch besser, als es gar nicht zu tun. Ziemlich pragmatisch, nicht?!

2008 wurden in Deutschland (geschätzte) 832 Millionen Tonnen Treibhausgase in die Luft entlassen. 832 Millionen Tonnen! Glaubt man den vom WWF verwendeten Zahlen, dann sieht es so aus: Nummer 1 im Ausstoß: Energiegerzeugung (37%), Nummer 2: Verkehr (17%) und den 3. Platz teilen sich Haushalte und Industrie (jeweils 11%).

So, dann fassen wir mal zusammen:

Immerhin 15% der deutschen Energieerzeugung wird von erneuerbaren Energien gedeckt. Aber da geht noch mehr! Und Strom, der nicht erzeugt werden muss… Ihr versteht? Schon mal über einen Anbieter-Wechsel nachgedacht?

Derzeit ist der Smart fortwo coupé cdi mit 88g/km das Auto, das am wenigsten CO2 ausstößt. Fahren wir 30.000 Kilometer im Jahr, dann sind das 2,640,000g. Nun fahren wir aber nicht  alle diesen supergrünen Smart. Lassen wir doch öfter mal das Auto stehen! Seit wann gibt es Diskussionen über den Klimawandel? Und wie sieht das Konzept zum Verkehr aus? Elektroautos. Oder Hybridantrieb. Nun, jetzt fällt den Leuten auf, dass a) die zu verwendeten Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in Laptops verwendet werden, ziemlich rasch knapp werden würden und b) das trotzdem lediglich 15% des Stroms aus der Steckdose ja Ökostrom ist. Ihr versteht?

Und im Haushalt? Nun ja, vielleicht öfter mal ein Buch zur Hand nehmen. Sport treiben. Abends Kerzen anzünden. Miteinander reden. Klingt albern? Vielleicht. Aber so klein der Beitrag auch sein mag, es ist ein Beitrag! Und es muss ja nicht bloß der Umwelt gut tun!

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